Legacy #121

Diese Symphonic-Death/Black-Metal-Bands waren ehrlich gesagt noch nie mit sonderlich viel Erfolg ausgestattet, und nur wenige davon – wie zum Beispiel die wirklich guten Fleshgod Apocalypse oder SepticFlesh – haben überlebt. ADES NUMEN aus Italien lassen sich davon nicht abschrecken und versuchen mit ihrem Debütalbum „War“ zu überzeugen. Auf den ersten Blick hat man das Gefühl, dass die Italiener eher im Black Metal angesiedelt sind, bald merkt man aber, dass sie die geballte Kraft einer Death-Metal-Soundwand in der Hinterhand haben, in die (mehr oder weniger) subtil symphonische Elemente eingewoben sind. Ein typisches Beispiel dafür ist der Song ,Rotten Blood‘, der das Album gut repräsentiert – mit allen Mängeln und Vorzügen. Der größte Mangel ist wohl, dass die Tracks schlicht keine Höhepunkt vorzuweisen haben und auch nichts Neues bieten; die Riffs, die Rhythmik, die Komposition an sich, das ist alles bekannt und produziert manchmal eher Gähnen als gespanntes Zuhören. Gleichzeitig freut es einen, dass es ADES NUMEN schon auf dem Debütalbum gelingt, die unterschiedlichen Einflüsse organisch miteinander zu verbinden. Da ist durchaus handwerkliches Talent vorhanden. Auch die variablen Vocals wissen zu gefallen, weil sie passend zu den Kompositionen gewählt sind. Epischer geht es dann zum Beispiel im Song ,Revenge Doll‘ zur Sache, der auch mit geisterhaften Synthies aufwarten kann, wohingegen ,Sin Son‘ zackig loslegt und einen verprügelt, bis symphonische Elemente den Spaß auflockern. Das ist alles irgendwie okay, aber irgendwie auch nicht. Fans von Symphonic Death/Black Metal können gerne reinhören, hier wird nichts Schlechtes geboten. ADES NUMEN werden aber auch nicht der neue Superhit auf Metal-Partys werden. Eine typische Genreveröffentlichung!

8 Punkte
JJ (Legacy #121)

object1205369700

total metal records logo

msr gold logo 2016

total metal pr agency logo

PNGLogo1

total metal distribution logo

Please publish modules in offcanvas position.