Legacy #124

Die 2015 gegründeten Polen bezeichnen sich selbst als Grind-/Gore-/ Disco-Metal-Projekt. Gut, wenn wir das „Disco“ weglassen und dem Grind auch noch ein „-core“ anhängen, dann ist diese Selbstdefinition mehr als treffend. Da passen dann auch die Vergleiche zu Cannibal Corpse, Nuclear Vomit und Gutalax, lediglich die Annäherung zu Boney M. sollten wir geflissentlich ignorieren. Musikalisch dürfen wir selbstredend keine Drahtseilakte verlangen, die Stimme von Gulash kann genau nur Grunz und Scream, die Gitarren der Herren Gruby und Muzzler sind meist simpel schrubbend unterwegs, und das Schlagwerk eines gewissen Szancer hat dermaßen viel Trigger spendiert bekommen, dass man meint, eine neumodische Deathcore-Produktion vorliegen zu haben. Ironischerweise wissen TRANQUILLIZER 247 ihren Minimalismus durchaus gewinnbringend einzusetzen. Songs wie das Pig-Screamdominierte ‘Kristin‘, das in 120 Sekunden rausgeholzte ‘Crocodile‘ oder der wütende Schlussakkord ‘Pitbull‘ besitzen einiges an Charme und machen durchaus Laune. Über Albumdistanz gesehen ist „Dziesiec“ zwar okay, aber um im Konzert der Großen mitzuspielen, ist das Material dann auf Dauer doch zu eindimensional geraten.

8/15
RR (Legacy #124)

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